Hilfe für die Familien der Opfer von Tamaulipas

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation MTC haben wir ein Konzept entwickelt, um den Familien der Opfer des Massakers von Tamaulipas (Mexiko) dauerhaft zu helfen (siehe hierzu auch den Bericht unter „Aktuelles“). Die Familien (überwiegend vom Volk der Maya-Mam) leben im Hochland von San Marcos, Guatemala, in bitterer Armut. Allein 13 Opfer des Massakers stammen aus dem Ort Comintancillo, in welchem ICAGUA ein Bildungszentrum der MTC mitfinanziert hat, welches von unserer ehemaligen Stipendiatin Mayra López geleitet wird.

Als Soforthilfe für die betroffenen Familien wurden uns € 7.500 gespendet. ICAGUA hat USD 9.000 an die Partnerorganisation MTC aus San Marcos überwiesen. Dieser Betrag wird wie folgt verwendet:

a) zirka 20 % des Betrages für Unterstützung der Rückführung der sterblichen Überreste (bereits erfolgt), Unterstützung zur Beisetzung der Toten (bereits erfolgt), Begleitung zur Durchsetzung von Forderung gegenüber dem mexikanischen Staat, monatliche gruppentherapeutische Treffen während eines Jahr mit den 19 betroffenen Familien.

b) zirka 60 % des Betrages für 19 Stipendien nebst Begleitung der Stipendiaten durch ein integriertes MTC-Weiterbildungsprogramm (politische Bildung, Umweltschutz, Übernahme sozialer Verantwortung).

c) zirka 20 % des Betrages für eine Verbesserung der Lebenssituation der Familien der ehemaligen Stipendiaten Dora Amelia (Sipacapa) und Marvin Alberto (Comitancillo) in Form bspw. Trinkwasserversorgung, Brunnenbau, Baumaterial.

Ein lediglich ein Jahr währendes Stipendium (nur für 2021) hilft aber nicht dauerhaft weiter. Insofern sind wir sehr froh, dass ICAGUA von einigen Spendern die Zusage erhalten hat, die betroffenen Familien in Comitancillo und Sipacapa dauerhaft ab 2022 durch 19 Schüler*innen-Stipendien und 4 Studierenden-Stipendien zu unterstützen.